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Der zweite kheserianische Krieg   ( 970 - 972 d.n.Z. )

Neun Jahre waren vergangen seit dem Ende des ersten kheserianischen Krieges und die Spuren der letzten Schlacht waren in Kheserion noch immer unübersehbar. Eine trügerische Ruhe lag über dem Land. Der hohe Rat in Veorstad hoffte, das der unglückselige Waffengang zwischen Kheserion und Hlod beendet war. Dies sollte sich aber als Irrtum herausstellen. Baron Harkon von Kheserion verbrachte die letzten neun Jahre damit, sein Volk auszupressen. Die Abgabenlast war für das einfache Volk so hoch, das ihnen kaum noch etwas zum leben blieb. Das Volk verarmte, während sich die Schatzkammer des Barons zusehends füllte. Das Gold war für den nächsten Feldzug bestimmt. Der Baron heuerte erneut ytarische Söldner an. Diesmal war ihre Zahl noch größer als beim letzten Mal. Zusätzlich ließ er neue Truppen in seiner Baronie ausheben. Im Brachgrund des Jahres 970 d.n.Z. konnte Baron Harkon wieder ein stattliches Heer aufweisen. Aber er wusste auch, das die übrigen Elfenfürsten im hohen Rat nicht länger tatenlos zusehen würden, sollte er erneut gegen die Waldelfen von Hlod in den Krieg ziehen. So begab es sich, das er den Baron von Duinor aufsuchte, um ihn als Mitstreiter für den bevorstehenden Waffengang zu gewinnen.

Harkon wurde von Baron Lodwig in Duinor herzlichst willkommen geheißen. Vor allem Jaron, Lodwig´s Sohn, freute sich Harkon wiederzusehen. Eine enge Freundschaft verband die beiden. Jaron schaffte es für kurze Zeit, wenn auch mit viel Met, Kummer und Schmerz aus Harkon´s Herzen zu verbannen. Am dritten Tag seines Aufenthalts in Duinor kam Harkon´s Bitterkeit zurück und er offenbarte den Grund seines Besuches. Baron Lodwig und seine Gemahlin saßen mit Jaron und ihrem Gast Baron Harkon beim Abendessen, als Harkon das Wort ergriff. „Es ist schön euch wiederzusehen. Jedoch hat mein Besuch auch noch einen anderen Grund.“ Jaron legte die Fasanenkeule zurück auf seinen Teller und seufzte. „Hast du Lysara noch immer nicht vergessen? Bei allen Göttern, es gibt so viele schöne Töchter in Sudgard und alle würden sich gewiss glücklich schätzen den Baron von Kheserion zum Gemahl nehmen zu dürfen, also warum muß es denn unbedingt dieses verdammte Elfenweib sein?“ „Jaron, sprich nie wieder so über meine zukünftige Gemahlin – nie wieder!“ Jaron erschrak bei diesen Worten. Doch es war mehr der Blick seines Freundes, der Jaron schaudern ließ. Baron Lodwig unterbrach die Stille. „In gewisser Weise kann ich dich verstehen Harkon. Liebe ist nicht zu unterschätzen. Glücklicherweise brauchte ich keinen Krieg zu führen, um die meine zu gewinnen.“ Mit diesen Worten nahm Lodwig die Hand seiner Gemahlin und lächelte ihr liebevoll zu. Harkon erwiderte: „Manchmal muß man für seine Liebe kämpfen. Ich werde nicht aufgeben. Kann ich mit dem Beistand von Duinor rechnen?“ „In der Tat haben schon viele tapfere Männer für deine Liebe gekämpft und dafür ihr Leben gelassen. Wie viele Leben willst du noch geben?“ Ohne Zögern antwortete Harkon: „So viele es sein müssen.“ Lodwig seufzte. „Du weißt, das du diesmal nicht nur gegen die Waldelfen ziehen wirst.“ „Ja ich weiß, deshalb bin ich hier“, erwiderte Harkon. Nachdenklich nahm Lodwig einen Schluck aus seinem Becher. „Obgleich ich die Wahl der Mittel nicht gut heiße, so ist es dennoch für alle ein Segen, wenn die Liebe eines Barons obsiegt und die Angelegenheit endlich geklärt ist. Duinor wird Beistand leisten.“ Harkon nickte zufrieden und anwortete: „Kheserion wird ewiglich zu Dank verpflichtet sein. Also werden wir gemeinsam...“ Lodwig unterbrach. „Das Heer von Duinor wird sich zuerst um die Schwanenkreuzer kümmern. Wenn die Schwarzröcke in Solgard vernichtet sind, werden sich unsere Heere auf der Hochebene von Veorstad vereinen.“ Harkon stand auf. „So sei es. Ich freue mich darauf, euch dort wiederzusehen.“ Auch Lodwig erhebte sich nun und reichte Harkon die Hand mit den Worten: „Sei unbesorgt, du wirst nicht lange auf uns warten müssen. Wir werden die Schwanenkreuzer überrennen wie Gras.“ Nachdem sich Harkon auch von Jaron verabschiedet hatte, verließ er Duinor.

Wortlos hatte Jaron dem Gespräch zwischen Harkon und seinem Vater zugehört. Zu überrascht war er über den plötzlichen Sinneswandel seines Vaters. Wie heftig hatte Jaron damals auf seinen Vater eingeredet, als Harkon in den Krieg zog und Duinor tatenlos blieb. All zu oft gerieten Jaron und sein Vater deswegen in Streit. Jaron konnte es nicht verstehen, warum sein Vater Kheserion die Hilfe versagte. Es gipfelte gar darin, das Jaron seinem Vater Feigheit vorwarf. Nach dem Ende des ersten kheserianischen Krieges versöhnte sich Jaron wieder mit seinem Vater, doch ein Hauch von Verachtung blieb in seinem Herzen. Zu groß war Jaron´s Scham gegenüber seinem besten Freund angesichts der Tatenlosigkeit Duinor´s. Umso größer war Jaron´s Überraschung, als sein Vater nun zusagte, gemeinsam mit Harkon in den Krieg zu ziehen. Endlich konnte Jaron seinem Freund wieder mit Stolz gegenüber treten. Über die wahren Beweggründe seines Vaters konnte Jaron nichts wissen und das war auch besser so. Er hätte seinen Vater gewiss noch mehr verachtet. Wie dem auch sei, am zwölften Tag des Heugrund im Jahr 970 d.n.Z. zog Baron Harkon mit seinem Heer gegen die Waldelfen von Hlod und das Heer von Duinor marschierte nach Solgard. Der zweite kheserianische Krieg begann.

Es ist bereits erzählt, wie Lysara, die schöne Tochter des Elfenfürsten von Hlod, einst in die Hände ytarischer Söldner fiel und nach Kheserion verschleppt wurde. Lysara konnte befreit werden, doch Harkon nutzte die Zeit mit Lysara auf schändliche Weise. So kam es, das sie einen Sohn gebar und sie nannte ihn Thorgail. Er war das Kind einer Schandtat. Trotzdem liebte Lysara ihren Sohn. Er hatte schließlich keine Schuld an dem schrecklichen Geschehen. Thorgail wußte weder um seine wahre Herkunft, noch um die Umstände seiner Zeugung. Lysara bewahrte dieses Geheimnis und mit ihr alle Waldelfen in Hlod. Thorgail bemerkte schon recht früh, das er anders war als seine Gefährten. Halbelfen gibt es ohnehin nur sehr wenige. Bei einigen überwiegt das elfische Blut und bei einigen wiederum das menschliche Blut, so auch bei Thorgail. Er glich äußerlich eher einem Menschen an eines Elfen statt. Doch die Elfen ließen es ihn niemals spüren. Für sie war er einer ihresgleichen. Lysara erzählte ihm, das sein Vater von Menschengeschlecht gewesen sei und kurz nach seiner Geburt an einer unbekannten Krankheit starb. So wuchs Thorgail wohlbehütet auf, aber seine Kindheit endete zu schnell, denn im Alter von neun Jahren sah er Hlod brennen.

Das Heer von Duinor überquerte die Furten des Avestir und marschierte auf dem Handelspfad in Richtung Kheserion. Kurz vor Kheserion wandten sie sich nach Süden. Sie kamen nur langsam voran. Baron Lodwig ließ oft und lange Rast machen, zum Unbill seines Sohnes Jaron. Sie rasteten nahe den Ausläufern des Sudfiall, als Jaron zornig das Zelt seines Vaters betrat. „Wir hätten noch gut einige Meilen zurücklegen können bis die Sonne untergeht. Warum rasten wir schon wieder? Die Männer sind wahrlich ausgeruht genug. Man könnte meinen, du hast Angst vor dem bevorstehenden Kampf.“ „Hüte deine vorlaute Zunge, Jaron. Wir werden noch früh genug die Schwerter ziehen“, erwiderte Lodwig erbost. „Früh genug? Harkon steht gewiss schon vor Hlod.“ „Das mag sein, aber mit den Waldelfen wird er auch alleine fertig.“ „Nicht die Waldelfen sind es, die mir Sorge bereiten, sondern das Elfenheer, das kommen wird um die Waldelfen zu rächen. Und sie werden gegen Harkon ziehen, das ist sicher und das weißt du auch Vater.“ Mit diesen Worten verließ Jaron wütend das Zelt.

Natürlich hatten die Waldelfen das herannahende Heer schon frühzeitig bemerkt. Doch alle Vorbereitungen halfen nichts. Sie hielten nicht lange stand. Die Waldelfen kämpften tapfer, aber einer nach dem anderen fiel unter den Streitäxten der ytarischen Söldner. Dabei machten sie keinen Unterschied zwischen Mann, Frau und Kind. Die Waldelfen mußten weichen. Sie flüchteten nach Veorstad. Kummerschwer blickten sie zurück und sahen dunkle Rauchschwaden über Hlod aufsteigen. Hlod brannte. Lysara hielt ihren Sohn in den Armen und weinte.

Die Elfenfürsten in Veorstad waren außer sich vor Zorn. Fortan fühlten sie sich nicht mehr an das Wort gebunden, das sie einst den Baronen im hohen Rat gegeben hatten. Es war an der Zeit, der blinden kheserianischen Zerstörungswut ein Ende zu bereiten. Und so kam es, das nun auch die Hochelfen von Veorstad Rüstung und Gewaffen anlegten. Die Barone im hohen Rat gaben kein Widerwort. Sie wagten es nicht, denn selten hatte man die Elfenfürsten so wütend gesehen. Für wahr, das Elfenheer aus Veorstad war nicht mit den Waldelfen zu vergleichen. Sie waren wohl gerüstet und die elfischen Klingen blitzten in der Morgensonne. Nun zogen nicht einfach nur Elfen gegen Kheserion, sondern es waren Hochelfen. Sie waren mehr als kampferprobt mit dem Schwert. Kämpften sie doch schon in der letzten großen Schlacht des alten Zeitalters als der große Weltenbrand entfacht wurde. Wahrlich, die Hochelfen kämpften bereits einst gegen andere Kreaturen auf der Wigridebene. Im Vergleich zu Surtur´s feurigen Heerscharen war das kheserianische Heer für die Hochelfen kaum ein ernstzunehmender Gegner. Der Anblick des Elfenheeres war von seltsamer Schönheit, als es in Richtung Hlod aufbrach.

Am sechzehnten Tag des Heugrund erreichte das Heer von Duinor die Brücke von Solgard. Zwei zahlenmäßig ungleiche Gegner standen sich an der Brücke gegenüber. Das eintausend Mann starke Heer von Duinor auf der Westseite gegenüber einhundertzwanzig nicht minder entschlossenen Schwanenkreuzern auf der Ostseite der Brücke. Zu aller Verwunderung gab Baron Lodwig nicht den erwarteten Befehl zum Angriff, sondern ließ ein Lager nahe der Brücke aufschlagen. Jaron war fassungslos. Nun konnte er sich auch vor den Männern nicht mehr zurückhalten und schrie seinen Vater an. „Worauf wartest du noch, Vater? Wir sollten unser Lager in Solgard aufschlagen und nicht hier. Heute ist der Tag der siegreichen Schlacht. Vorwärts Männer!“ Jaron preschte vor und das Heer folgte ihm mit lautem Gebrüll. Lodwig zog das Schwert und fluchte vor sich hin.

Das Heer von Duinor und die Schwanenkreuzer trafen in der Mitte der Brücke aufeinander und eine blutige Schlacht hob an. Ein erbitterter Kampf von beiden Seiten. Ein jeder gefallene Schwanenkreuzer nahm mindestens eine Handvoll auf seiten Duinor´s mit sich in den Tod. Schritt für Schritt kämpfte sich Jaron in vorderster Reihe vor, um kurz darauf wieder Schritt um Schritt zurückweichen zu müssen. Der tödliche Flügelschlag der Schwanenritter war weithin gefürchtet, dennoch hatte Jaron die Kampfkraft des Ordens unterschätzt. Der Kampf dauerte an bis die Sonne unterging. Am Ende musste das Heer von Duinor das Lager doch auf der Westseite der Brücke aufschlagen und es sollte ihr Lager für viele Mondläufe werden.

Es war bereits Lenzing im Jahr 972 des neuen Zeitalters. Die Zahl der Kämpfer auf beiden Seiten war schon stark reduziert. Obgleich die Schwanenkreuzer nur noch dreißig Mann zählten, war ihr Kampfeswille ungebrochen. Noch immer war es dem Heer von Duinor nicht gelungen auf die andere Seite der Brücke zu gelangen. Nach mancher Schlacht schwammen so viele Leichen unter der Brücke, das man beinahe trockenen Fußes den Asudir hätte überqueren können. Eines Abends nach einer weiteren verlustreichen Schlacht ging Jaron zu seinem Vater. „Vater, wir haben hier lange genug verweilt. Viel zu lange. Wir müssen nordwärts ziehen und zu Harkon stossen bevor es zu spät ist. Die Schwanenkreuzer werden gewiss keine große Gefahr mehr darstellen für uns oder Kheserion.“ „Bist du blind, Sohn? Wir sind es, die schmerzlichst am eigenen Leib erfahren, das selbst zwei Dutzend Schwanenkreuzer in der Lage sind, ein ganzes Heer aufzuhalten. Du wolltest den Kampf mehr als jeder andere. Nun bringe ihn auch zu Ende.“ „Das werde ich...aber zu anderer Zeit. Ich werde morgen mit einem Teil des Heeres aufbrechen, um Harkon zu Hilfe zu eilen.“ „Nun gut, ich kann dich ohnehin nicht daran hindern.“ So zog Jaron also nach Norden, während Lodwig weiterhin Solgard belagerte.

Mit Schrecken sah Jaron die Ruinen von Kheserion in der Ferne. Als er näher kam wurde es Gewissheit – er kam zu spät. Eine gewaltige Schlacht hatte hier getobt. Baron Harkon hatte vergeblich auf das Heer von Duinor gewartet. Und also wurde er schließlich vernichtend geschlagen. Harkon wurde von den Hochelfen bis nach Kheserion zurück getrieben. Doch auch die Mauern von Kheserion boten keinen Schutz mehr, gegen den Rachedurst der Hochelfen. Das kheserianische Heer war endgültig vernichtet und Kheserion war nur noch eine Trümmerlandschaft. Jaron fand Harkon, durchbohrt von einer Elfenklinge, inmitten der Trümmer. Als Jaron seinen Freund begrub, verfluchte er die Elfenfürsten und den hohen Rat. „Das werde ich nicht vergessen und alle, die nach mir kommen ebenso. Fluch über die Elfen und den hohen Rat.“ Dann fügte er noch leise hinzu: „Nicht heute, nicht morgen, aber eines Tages wird sich Duinor über den hohen Rat erheben und kein Spitzohr, noch sonst jemand, wird sich in den Weg stellen können.“

Als Baron Lodwig die Kunde von der Vernichtung Kheserion´s erfuhr, zog er ab. Ohne Zweifel war dies ein Sieg der Schwanenkreuzer. Die Namen der toten Helden des Ordens wurden in die Steine der Brücke von Solgard gemeißelt. Fortan sollte es mehr als nur eine Brücke sein, sondern auch ein Denkmal für die gefallenen Schwanenkreuzer, die auf der Brücke ihr Leben ließen.

Thorgail erfuhr einige Jahre später doch über Umwege um seine wahre Herkunft, wobei Jaron nicht ganz unbeteiligt war. Thorgail verurteilte seine Mutter und machte sie für den Tod seines Vaters und den Fall Kheserion´s verantwortlich. Er verließ die Elfen und ging nach Duinor. Auch einige Überlebende aus Kheserion fanden Zuflucht in Duinor und traten in die Dienste des Barons. Sie wurden zur Leibgarde des Barons und Thorgail wurde ihr Hauptmann. Das Wappen der Leibgarde zeigt nicht nur das Wappentier von Duinor in den Farben gelb und weiß, sondern ist auch durchzogen von den Farben Kheserions, welche die alte kheserianische Blutlinie darstellen. Trotz der schlimmen Geschehnisse vergangener Tage ist die Leibgarde des Barons von Duinor stolz auf ihre kheserianische Abstammung.

Aber was wurde aus Lysara? So viele Elfen und Menschen mussten ihretwegen sterben. Soviel Leid musste ihr Volk ertragen. Kheserion wurde vernichtet und gewiss waren viele Menschen dieser Stadt unschuldig an dem Geschehen. Und nicht zuletzt Thorgail, ihr Sohn, der sich von ihr abgewandt hatte. Ohne Zögern würde Thorgail gar das Schwert gegen die Elfen ziehen, wenn er Gelegenheit dazu bekäme. Das war zuviel, als das es Lysara´s Herz ertragen konnte. Eines Tages ging sie an den Rand der Steilhänge westlich von Veorstad und stürzte sich in die Tiefe. Holrognir baute Hlod wieder auf, aber den Freitod seiner Tochter hatte er nie verwunden.

Am Ende erreichte nur einer sein Ziel. Nach dem Fall Kheserion´s ward nun ein Sitz im hohen Rat unbesetzt. So kam es, das Baron Lodwig in den hohen Rat berufen wurde. Fortan hatte nun auch Duinor einen Sitz in Veorstad. Von Anfang an war das Lodwig´s Ziel. Insgeheim hatte Lodwig immer darauf gesetzt, das die kheserianischen Kriege ihm den Weg nach Veorstad bereiten würden. Es hatte seinen Grund, das Baron Lodwig im ersten Krieg tatenlos blieb und auch am zweiten Krieg beteiligte er sich nur deshalb, weil er Harkon nicht offen seine Hilfe versagen wollte, schon garnicht vor seinem Sohn. Doch er wählte mit Bedacht den Kampf gegen die Schwanenkreuzer und nicht gegen die Elfen. Schließlich haben die Schwanenkreuzer keinen Sitz im hohen Rat, im Gegensatz zu den Elfen. Und in der Tat mißbilligten die Schwanenkreuzer den Sitz von Duinor im hohen Rat, aber sie konnten nichts dagegen tun. Ihre Stimme wurde nicht gehört. Abgesehen davon gelang Baron Lodwig, seinen Feldzug gegen Solgard so darzustellen, als hätte er mit dem kheserianischen Krieg nichts zu tun, sondern sei wohl aus einem Mißverständnis heraus geboren. All dies begriff Jaron erst sehr viel später. Jaron nahm den Sitz ein, als sein Vater verstarb. Aber er hatte seinem Vater niemals verziehen, das der Preis für Duinor´s Sitz im hohen Rat der Untergang Kheserion´s sein musste.

Noch heute zeugen die Ruinen von Kheserion davon, wie vernichtend nicht erwiderte Liebe sein kann.  

 

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