| (Auszug aus der solanischen Post) |
| Schatten über Sudgard |
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Ich will euch die
Kunde geben aus Sudgard, die sehr beunruhigend ist. Nur wenige
Sonnenläufe ist es her, das eine Grupppe von Elfen, zwölf an der Zahl,
tot aufgefunden wurde. Man fand sie unweit der Ostgrenze von Sudgard,
etwa fünf Meilen nordwestlich der Efstrafurten. Obgleich ihre
Gewandungen zerfetzt und mit Blut getränkt waren, so war doch ohne
Zweifel zu erkennen, das als Abgesandte des hohen Rates von Sudgard
reisten. Es war ein grauenhafter Anblick. Nein, diese hohen Elfen wurden
nicht überfallen und getötet - Sie wurden abgeschlachtet wie Vieh. Und
wie Vieh wurden sie zerstückelt und gar angefressen. Welche gemeinen
Räuber sind zu so etwas fähig? Doch nicht weniger unheilvoll ist der
blutverschmierte Teil eines Schriftstückes, das in einer abgeschlagenen
Elfenhand an dem unglückseligen Ort gefunden wurde. Es steht
geschrieben:
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| ...Schatten legt sich über Menschenherz |
| selbst Elfenlicht kann es nicht durchdringen. |
| Machthunger und Mißgunst ist der Dunkelheit Gewaffen |
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Ist das Schriftstück auch unvollständig und rätselhaft, so verheißt es doch nichts Gutes über die Ereignisse, die sich dieser Tage in Sudgard zutragen. Es ist ohnehin ungewöhnlich, so weit im Süden Sudgards auf Elfen zu treffen. Es ist naheliegend, das jene toten Elfen mit einer wichtigen Nachricht auf dem Weg zum Sitz des Herzogs waren. Aber Ich glaube, es war mehr als nur eine Nachricht, vielmehr eine Warnung. |
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Ferdinand Federkiel ( 8. Tag des Nebelgrund, 1485 d.n.Z. ) ( |
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