Die magische Standarte      ( Wonnegrund, 483 d.n.Z. )
Willbur, Sohn des ruhmreichen Konrad von Levia, wurde am sechsten Tag des Wonnegrund im Jahr 483 d.n.Z. unter sicherem Geleit aus Viennor mitsamt der Standarte der Schwanenkreuzer zurück nach Solgard gebracht.

Die Schwanenkreuzer in Solgard beschlossen, die mächtige Standarte dort niederzulegen, wo auch ihr Träger begraben liegt. Die Gardisten von Duinor hatten Konrad nahe dem Hügel begraben, auf dem er starb. Jener Hügel am roten Moor, den er standhaft gegen die Orks aus Myrgatt verteidigte, wird seither Konrad´s Hügel genannt. Und so brachten die Schwanenkreuzer die Standarte zum Grab ihres Ordensbruders. An Konrad´s Grab errichteten sie ein Denkmal. In diesen Obelisken stellten sie die Standarte und verschlossen das Denkmal. Niemand sollte es jemals wagen, dem verstorbenen Schwanenritter die Standarte zu entreissen oder auf andere Weise das Grab zu entweihen. Nur in Zeiten allergrößter Gefahr würde es der Orden erlauben, den Obelisken zu öffnen und die Standarte zu entnehmen. Und dies auch nur durch die Hand eines Schwanenkreuzers nach angemessener Zeit des Gebets. 

Wahrlich mächtig ist diese Standarte, denn in ihr sind zwei Edelsteine mit magischer Kraft eingefasst. Eine magische Waffe im Kampf wider den dunklen Kreaturen dieser Welt. Konrad von Levia hatte mit dieser Standarte eine ganze Heerschar der Orks aufgehalten und dadurch auch den Gardisten aus Duinor ihren Kampfesmut und Siegeswillen wiedergegeben. Wer kann schon sagen, was diese Standarte noch alles zu bewirken vermag. Dennoch soll sie fortan an Konrad´s Grab verwahrt bleiben und nur wenn keine andere Hoffnung mehr bleibt, werden die Schwanenkreuzer das Denkmal öffnen. Seither ist das Grab am roten Moor eine Pilgerstätte für die Schwanenkreuzer. Möge das Denkmal an Konrad von Levia niemals wieder geöffnet werden müssen.

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